{"id":248,"date":"2015-06-22T12:34:44","date_gmt":"2015-06-22T10:34:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mgv-ruetli.de\/?page_id=248"},"modified":"2016-01-09T11:25:55","modified_gmt":"2016-01-09T10:25:55","slug":"vereinsgeschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/?page_id=248","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"font-size: large;\">(Oder woher der MGV seinen Namen hat)<\/span><\/h2>\n<p>Durch m\u00fcndliche \u00dcberlieferung wissen wir, da\u00df eigentlich schon vor der Gr\u00fcndung des Vereins im Jahre 1922 in den einzelnen Teilorten der ehemaligen Gemeinde Vordersteinenberg viel gesungen wurde. Es waren freie Gesangsgruppen, die sich zwanglos und in unregelm\u00e4\u00dfiger Folge in den einzelnen Gasth\u00e4usern oder auch bei S\u00e4ngerkameraden zusammenfanden. Die r\u00e4umlichen Entfernungen zwischen den einzelnen Ortschaften oder auch die Rivalit\u00e4t unter den fast gleich gro\u00dfen Ortsteilen haben vielleicht den Ausschlag gegeben, da\u00df sich diese Gesangsgruppen anf\u00e4nglich nicht zu einem Verein zusammengefunden haben.<\/p>\n<p>Der 1. Weltkrieg kam, und die meisten M\u00e4nner wurden eingezogen. Um die Gesangsgruppen wurde es zunehmend ruhiger.<\/p>\n<p>Nachdem die meisten Soldaten aus Krieg und Kriegsgefangenschaft heimgekehrt waren, kamen diese Gesangsgruppen nicht mehr wie fr\u00fcher zusammen. Vielleicht hat auch der verlorene Krieg seinen Teil zur \u00dcberwindung alter Rivalit\u00e4ten beigetragen. Der damalige Schulleiter Theodor Bausch nahm die Anregung einiger sangesfreudiger M\u00e4nner zu einem gemeinsamen Wiederbeginn gerne auf und stellte sich dem neuen Verein als Dirigent zur Verf\u00fcgung. Im Protokoll der Generalversammlung vom 25. M\u00e4rz 1924 k\u00f6nnen wir lesen, da\u00df als Geburtstag des Vereins der 01. Dezember 1922 bestimmt und da\u00df die Altersgrenze der aktiven Sangesmitglieder auf 18 Jahre festgelegt wurde. Aus dem gleichen Protokoll erfahren wir auch noch, da\u00df die Mitgliedsbeitr\u00e4ge auf 20 Pfennig im Monat festgesetzt wurden.<a href=\"https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-249\" src=\"https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli01.jpg\" alt=\"ruetli01\" width=\"500\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli01.jpg 500w, https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli01-300x185.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-250\" src=\"https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli02.jpg\" alt=\"ruetli02\" width=\"300\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli02.jpg 300w, https:\/\/www.mgv-ruetli.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ruetli02-228x300.jpg 228w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wurde das Gr\u00fcndungsdatum auch nachtr\u00e4glich festgelegt, so wei\u00df man doch durch m\u00fcndliche \u00dcberlieferung sicher, da\u00df die Vereinsgr\u00fcndung im Gasthaus zum &#8222;Lamm&#8220; in Hintersteinenberg stattfand. Die Versammlung gab dem Verein damals den Namen &#8222;<b>Gesangverein Vordersteinenberg&#8220;. <\/b>Zum 1. Vorsitzenden des Vereins wurde Adolf Kugler aus Hintersteinenberg gew\u00e4hlt. Das Amt des Kassiers und des Schriftf\u00fchrers wurde Karl Rupp aus Nardenheim \u00fcbertragen, der sein Amt bis 1938 gewissenhaft aus\u00fcbte. Schon in der Gr\u00fcndungsversammlung machte der Dirigent Theodor Bausch den Vorschlag, Friedrich Schillers &#8222;Wilhelm Tell&#8220; aufzuf\u00fchren. In den Wintermonaten 1923\/24 setzte ein eifriges \u00dcben und Proben ein. Es war ein gro\u00dfes Ziel, das sich der noch junge Verein setzte. Rund 60 bis 65 Personen, die Kinder mit eingerechnet, nahmen als Akteure an den Auff\u00fchrungen teil.<\/p>\n<p>Anhand mehrerer Fotografien aus jener Zeit gelang es, die Hauptdarsteller zu ermitteln. Wilhelm Tell wurde von Jakob Schaal aus Vordersteinenberg verk\u00f6rpert. Der Landvogt Hermann Ge\u00dfler, welcher der Sage nach in den Kantonen Schwyz und Uri die Macht Habsburgs aus\u00fcbte und von Wilhelm Tell im Jahre 1307 erschossen wurde, stellte Karl Ostertag dar, der in diesen Jahren Unterlehrer in Vordersteinenberg war. Er \u00fcbernahm auch die Regie.<\/p>\n<p>Die erste \u00f6ffentliche Auff\u00fchrung fand nach langer Vorbereitung am 18. Mai 1924 in Steinbruch westlich vom heutigen Sportplatz statt. Dieser Steinbruch, der heute kaum mehr als solcher erkannt wird. bot sich als ideales Freilufttheater an und wurde mit B\u00e4nken und auch provisorischen Sitzgelegenheiten ausgestattet. Gespielt wurde vor einer stattlichen Zuschauerkulisse, bisweilen sollen es bis zu 1000 Besucher gewesen sein. Insgesamt wurde &#8222;Wilhelm Tell&#8220; 1924 sechsmal aufgef\u00fchrt, wovon die Auff\u00fchrung am 03. August 1924 durch die Anwesenheit einer Milit\u00e4rmusikkapelle aus Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd ein besonderes Gepr\u00e4ge erhielt. Diese Auff\u00fchrung galt als Gefallenengedenkfeier aus Anlass der 10j\u00e4hrigen Wiederkehr des Kriegsausbruchs am 01. August 1914. Die Milit\u00e4rmusikkapelle f\u00fchrte den Zug von Vordersteinenberg zum Festplatz an. \u00dcberhaupt war der Marsch in den Kost\u00fcmen zum Festplatz vor jeder Auff\u00fchrung ein besonderes Ereignis f\u00fcr die ganze Bev\u00f6lkerung aus nah und fern.<\/p>\n<p>Im ganzen Land verbreitete sich die Kunde von den Tellauff\u00fchrungen in Vordersteinenberg, und nicht selten wurden sie in den Zeitungen &#8211; unter anderem auch im Gaildorfer &#8222;Kocher-Boten&#8220; und im &#8222;Boten vom Welzheimer Wald&#8220; &#8211; als Beitrag zur \u00dcberwindung der Folgen von Krieg und Zusammenbruch gewertet und gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Der Verein war \u00fcber das im Jahr 1924 Geleistete sehr stolz und in einer Generalversammlung wurde der Beschluss gefasst, den Gesangverein Vordersteinenberg in <b>M\u00e4nnergesangverein &#8222;R\u00fctli&#8220; Vordersteinenberg<\/b> umzubenennen.<\/p>\n<p>Der R\u00fctlischwur:<strong><em> \u00a0\u00a0 <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>&#8222;Wir wollen sein ein einzig Volk von Br\u00fcdern<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>In keiner Not uns trennen und Gefahr.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>Wir wollen frei sein, wie die V\u00e4ter waren,<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>Wir wollen trauen auf den h\u00f6chsten Gott<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>und uns nicht f\u00fcrchten vor der Macht der Menschen&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>wurde der Leitspruch des noch jungen Vereins.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Oder woher der MGV seinen Namen hat) Durch m\u00fcndliche \u00dcberlieferung wissen wir, da\u00df eigentlich schon vor der Gr\u00fcndung des Vereins im Jahre 1922 in den einzelnen Teilorten der ehemaligen Gemeinde Vordersteinenberg viel gesungen wurde. 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